Man wird nicht als Beauvoir-Anhängerin geboren,…

SimoneText

Zum 30. Todestag von Simone de Beauvoir habe ich für cafebabel.com einen Essay geschrieben:

Simone de Beauvoir macht es jungen Frauen nicht gerade leicht, sich ihr anzunähern. Sie ist streng, schwer zugänglich und nicht unbedingt auf Anhieb sympathisch. Über eine Ikone, die man erst durch ihre Widersprüche versteht.

In der Geschichte steckt jede Menge Schweiß und Herzblut, herausgekommen ist dabei hoffentlich etwas, das zum Nachdenken anregt. Denn wenn es um Simone de Beauvoir geht, habe auch ich für mich noch längst nicht alle Antworten gefunden.

Es ist kompliziert, perfekte Helden zu haben. Besonders im feministischen Kontext. Das Internet macht es heute sehr einfach, Menschen zu googeln, zurückzuverfolgen, was sie vor Jahren gemacht haben, wozu sie sich wie geäußert haben. Das Internet vergisst nichts. Ein als beleidigend, unsensibel oder uninformiert empfundene Äußerung kann auch Jahre später noch einen Shitstorm heraufbeschwören. Wäre Beauvoir zu der geworden, die sie ist, wenn ihr Briefverkehr mit Sartre in Kommentarspalten bei Facebook stattgefunden hätte?

 

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