Briefe an Simone de Beauvoir: Die schönsten Liebesbekundungen von Jean-Paul Sartre

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Simone de Beauvoir hatte sie drauf, die Kunst der schriftlichen Liebesschwüre. Aber ihr Partner Jean-Paul Sartre war darin auch nicht schlecht.

Ja, Jean-Paul Sartre war ein richtiger Frauenheld. Seine Beziehung zu Simone de Beauvoir bestand zwar ein halbes Jahrhundert – ansonsten umgab der Philosoph sich allerdings gerne mit allerlei „Zufallslieben“. Die schönsten Liebesbekundungen waren aber für Beauvoir reserviert, wie seine Briefe zeigen.

  1. „Ich liebe Sie zärtlich, mon amour. Sie hatten gestern ein bezauberndes kleines Gesicht, als sie sagten: ‚Ach, Sie hatten mich angeschaut, Sie hatten mich angeschaut‘, und wenn ich daran denke, zerspringt mein Herz vor Zärtlichkeit.“
  1. „Meine kleine morganatische Ehefrau.“ („morganatisch“ bedeutet für Sartre und Beauvoir so viel wie „ungesetzlich“ – sie tauften ihre Beziehung 1929 „morganatische Ehe, Anm.)
  1. „Hier ein paar zärtliche Worte, einfach so und nur, um Ihnen zu sagen, dass ich Sie von ganzem Herzen liebe.“
  1. Mon cher amour, Sie können nicht wissen, wie ich jede Stunde des Tages an Sie denke, die ganze Welt hier ist erfüllt von Ihnen. Manchmal fehlen Sie mir, und ich habe ein wenig Kummer (ein ganz, ganz klein wenig), andere Male bin ich glücklich zu denken, dass der Castor existiert und sich Maronen kauft und spazierengeht; nie verlässt mich der Gedanke an Sie, und ich führe im Geist kleine Gespräche mit Ihnen.“ (Castor, also Biber, war Beauvoirs Spitzname, Anm.)
  1. „Ich küsse Sie auf Ihre beiden mageren Wangen, mon amour.“
  1. „Mein süßer Castor, ich liebe Sie sehr ängstlich und sehr heftig.“
  1. „Ich liebe Sie, mein süßer kleiner Castor, ich habe sehr große Lust, Sie wiederzusehen, Ihren kleinen Arm zu nehmen und mit Ihnen zusammen spazierenzugehen. Ich küsse Sie ganz leidenschaftlich.“
  1. „Ich möchte bei Ihnen sein, mon amour, Sie allein können mir das Gefühl geben, in einer neuen Gegenwart zu leben, o Zauber meines Herzens und meiner Augen, Stütze meines Lebens, mein Gewissen und meine Vernunft. Ich liebe Sie ganz leidenschaftlich, und ich brauche Sie.“
  1. „Sie sind meine Zuflucht und ich brauche Sie sehr.“
  1. „Ich habe so große Lust, Nachrichten von Ihnen zu bekommen, dass ich sogar Beschreibungen von Fußwanderungen in der schönen Natur gierig lesen werde.“
  1. „Und dann müssen Sie wissen, dass ich ungeheuer froh bin, dass Sie existieren. Sie sind für mich beständiger als Paris, das zerstört werden kann, beständiger als alles: Sie sind mein ganzes Leben, das ich bei meiner Rückkehr wiederfinden werde.“
  1. „Ich kann nicht getrennt von Ihnen sein, denn Sie sind so etwas wie die Konsistenz meiner Person.“
  1. „Sie sind mein ganzes Leben.“
  1. „Man kann nicht – nicht einmal Sie – mehr an jemandem hängen, als ich an Ihnen hänge.“
  1. „Sie sind eine ganz warme kleine Präsenz, ganz nahe bei mir.“

Foto: CC BY Flickr/Blandine le Cain

Paris, je t’aime: Städtetrip mit Simone de Beauvoir #2

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Dort, wo Beauvoir zur Schule ging, ist heute nur noch ein Buchgeschäft. (c) Julia Korbik

Paris: die Stadt der Liebe… und die Stadt der Simone de Beauvoir. Heute: Die Schule Cours Désir.

Was: Privatschule Cours Désir

Wo: Rue Jacob 6

Mit fünfeinhalb Jahren wurde Simone de Beauvoir 1913 in die Privatschule Cours Désir geschickt. Hier wurden Töchter aus gutem Hause auf ihr Leben als Ehe- und Hausfrauen vorbereitet, die Erziehung war streng katholisch.

Das désir im Namen pflegte das Lehrpersonal desir („dösir“) auszusprechen – schließlich bedeutet désir soviel wie Begehren, und das ist so gar nicht christlich-keusch. Also versuchte man, den anrüchigen Begriff durch eine andere (falsche) Aussprache zu entschärfen. Benannt war die Schule nach Adeline Désir, die sie 1853 gründete.

Simone de Beauvoir freute sich auf den Schulbesuch und das damit verbundene Lernen – aber je älter sie wurde, desto weniger begeistert war sie vom Unterricht am Cours Désir. Beauvoir hatte mitbekommen, wie ihr Cousin Jacques über seine Ausbildung am Collège Stanislas sprach und spürte, dass den Jungen sehr viel mehr und vor allem sehr viel Wichtigeres beigebracht wurde. Ihre Lehrerinnen sah sie nur noch als „lächerliche Betschwestern“. Also nahm Beauvoir es zusammen mit ihrer besten Freundin Zaza selbst in die Hand, ihren Horizont zu erweitern: Sie lasen, diskutierten und entwickelten eigene Standpunkte.

Feministische Initiative Des Simones: „Eine Simone ist eine Frau, die es verdient, dargestellt zu werden“

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Seit 2015 bedrucken Julia und ihre Partnerin als Des Simones (dt. Die Simonen) in Paris Secondhand-Shirts mit den Konterfeis wichtiger Frauen – Namenspatinnen für das Projekt waren Simone de Beauvoir und Simone Veil. Dabei geht es Julia nicht nur um schöne Klamotten, sondern auch um feministische Kritik an der Textil- und Modeindustrie. Ein Gespräch über Homophobie, feministisches Engagement und, natürlich, Simone de Beauvoir.

Für einen Abend mitten in der Woche ist die Bar in der Nähe der Place de la République gut gefüllt. Der Januar fühlt sich hier in Paris viel milder an als in Deutschland, Julia trägt trotzdem eine Wollmütze – die reißt sie sich in der Bar aber sofort vom Kopf und bestellt erstmal ein Bier. Die 27-Jährige Französin ist Ingenieurin und hat 2015 die feministische Initiative Des Simones gegründet: Zusammen mit einem kleinen Team bedruckt sie in Siebdrucktechnik Secondhand-Shirts mit den Gesichtern wichtiger Frauen, darunter auch Simone de Beauvoir. Diese Shirts verkaufen sie dann online oder an ausgewählten Verkaufsstellen in Paris und Madrid. Während des Gesprächs zieht Julia grinsend ihren Pulli hoch: Von der Vorderseite blickt Simone de Beauvoir, von der Rückseite die französische Politikerin Simone Veil.

Wie bist du das erste Mal mit dem Thema Feminismus in Kontakt gekommen?

Ich erinnere mich nicht mehr so genau daran. Aber ich glaube, das war ein Thema, das mich schon immer interessiert hat. Von Seiten meiner Familie hat mir meine Mutter immer gesagt, dass es wichtig ist, eine Arbeit zu haben, als Frau nicht von einem Mann abhängig zu sein. Es gab keine unterschiedliche Erziehung für mich und meinen Bruder. Meine Mutter hat mich Jungs-Klamotten tragen lassen, weil es das war, was ich wollte. Also gab es eine recht frühe Sensibilisierung. Und ich glaube, was dann wirklich mein Interesse an feministischen Themen ausgelöst hat, war das Buch King Kong Theorie von Virginie Despentes (das Buch erschien 2007 im Berlin Verlag auf Deutsch, Anm.).

Was hat dir an dem Buch gefallen?

Also, ich bin lesbisch und am Anfang eher durch die Bewegung gegen die Diskriminierung von Lesben zum Feminismus gekommen – nicht durch die Bewegung gegen die Diskriminierung von Frauen. King Kong Theorie zeigt ein bisschen, wie sich diese unterschiedlichen Diskriminierungsformen überschneiden – letztendlich sind Männlichkeitswahn und Homophobie ein bisschen dasselbe. Das Buch war also der erste Schritt. Danach habe ich jede Menge anderer Bücher gekauft, ich habe angefangen, alles Mögliche zu lesen und schließlich habe ich meinen Master in Gender Studies gemacht.

Wann und warum hast du beschlossen, in der feministischen Bewegung aktiv zu werden?

Aktivismus ist schon immer etwas gewesen, das ich gerne machen wollte. Vor dem Feminismus war das der Kampf gegen die Homophobie. Ich habe mich ein bisschen alleine gefühlt. In der Schule bin ich auf einem Wagen mitgefahren, um meine Ingenieursschule bei der Marche Des Fiertés LGBT zu repräsentieren und meine heterosexuellen Mitschüler_innen zu sensibilisieren. Meine Idee war, dass man letztendlich immer vor dem Anderen Angst hat, weil man es nicht kennt – und dass, wenn alle Schüler_innen an dem Marsch teilnehmen, sie ihre Vorurteile ablegen. Das war eine recht simple Idee. So sah also am Anfang mein Kampf gegen die Homophobie aus. Als ich für mein Auslandsstudium nach Madrid ging, bin ich dort einer Batucada beigetreten: Das ist eine Percussion-Kapelle, eine Musikgruppe, die viel auf den Straßen spielt. Tatsächlich bestand diese Batucada aus Lesben – und es stellte sich heraus, dass lesbische Kreise meistens ein bisschen feministisch sind. Und so habe ich dann an den ersten gemeinsamen feministischen Aktionen teilgenommen.

Wie sah dieses Engagement aus?

Wenn Weltfrauentag war oder es Demonstrationen gab, zum Beispiel gegen die Reform des Abtreibungsgesetzes, sind wir da zusammen hingegangen – auch wenn das eigentlich nicht das generelle Ziel der Batucada ist. Aber zwischen all den verschiedenen Aktivitäten gab es eben auch dieses Ding, dieses feministische Ding. Und ich wollte schon immer mein Ding machen, nicht einfach auf Aufrufe reagieren, sondern meinen eigenen Aufruf starten. Und daher habe ich mich gefragt, wie mein Aktivismus aussehen könnte.

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Und dann hast du Des Simones gegründet.

Ja, so ist Des Simones geboren. Mich interessiert auch, Dinge herzustellen, Textiltechniken zu benutzen. Ich habe das Ganze gemeinsam mit meiner Freundin gegründet, weil wir Lust hatten, etwas für uns als Paar zu haben, ein gemeinsames Projekt. Anders als in Madrid hatte ich in Paris keine Lust, einer feministischen Gruppe beizutreten: Ich fühle mich in so einer super-intellektuellen Gruppe nicht wohl. Ich habe mich nicht genug mit meinen Privilegien und meinen Vorurteilen auseinandergesetzt… Ich habe Angst, den Mund zu weit aufzumachen.

Ich habe den Eindruck, dass viele junge Frauen in Deutschland ähnliche Befürchtungen haben wie du: dass sie nicht genügend für feministische Diskurse vorbereitet sind, dass sie zu naiv sind… Das ist ein bisschen schade.

Ja, das stimmt. Am Anfang meiner aktivistischen Bestrebungen wollte ich bei Femen mitmachen.

Wirklich?

Ja! (lacht) Ich bin nicht so der theoretische Typ und ich mochte diese Art zu handeln – es erinnerte an Act-Up, es wollte schockieren. Die Kritik an Femen lautete immer: Müssen sie das wirklich zeigen, warum müssen sie sich immer ausziehen, das sind Schlampen, und so weiter. Es ist ein bisschen wie bei den LGBT, man sagt dir: Versteck dich! Man hat das Recht, sich anzupassen, aber nicht das Recht, anders zu sein. Für mich hat Femen damals etwas sehr subversives gemacht. Seitdem habe ich ein paar Sachen gelesen über Intersektionalität (Mehrfachdiskriminierung, Anm.) und meine Privilegien als weiße Frau und ich habe meine Meinung geändert: Heute würde ich nicht mehr bei Femen mitmachen wollen.

Statt oben ohne zu protestieren, hast du also deine eigene Initiative ins Leben gerufen. Was genau ist Des Simones?

Des Simones ist aus einer Analyse entstanden, die wir über die Probleme in der Textilindustrie gemacht haben. Diese Industrie ist eng verbunden mit den Menschenrechten und noch enger mit Frauenrechten. 80 Prozent der Arbeiter in dieser Industrie sind weiblich. Die Arbeitsbedingungen dort sind furchtbar, besonders in Asien. Das ist also der erste Aspekt: die Produktion. Der zweite Aspekt ist, dass die Textilindustrie und besonders die Modeindustrie, einer der ersten Sektoren der Repräsentation von Frauen ist. Es gibt dieses einheitliche Bild der schlanken, weiblichen, weißen, heterosexuellen Frau, das von dieser Industrie überall verbreitet wird und sich auf uns überträgt.

Ihr bedruckt T-Shirts mit den Gesichtern von Frauen. Wie geht ihr dabei vor?

Wir benutzen die Siebdrucktechnik. Und unsere Klamotten sind ausschließlich Second Hand – weil es sie schon gibt und wir nicht zur textilen Überproduktion beitragen wollen. Was die Motive betrifft: Die Modeindustrie stellt nur die Frauen in den Vordergrund, die sie als „schön“ betrachtet. Wir kennen zum Beispiel alle den Kopf von Marilyn Monroe. Letztendlich behalten wir aus der Geschichte wichtige Frauen nur dann, wenn sie von der Modeindustrie als schön erachtet werden. Wir hingegen wollen Frauen zeigen, die wegen etwas anderem wichtig sind als nur aufgrund ihres Aussehens: Frauen, die aufgrund ihres Aussehens nie dargestellt werden. Nämlich weil sie nicht dem normativen Schönheitsideal entsprechen. Wir wollen alte Frauen zeigen, schwarze Frauen, Frauen mit Kopftuch, Frauen, die nicht westlich sind. Und wichtige Frauen! Das Ziel ist auch, gewisse Personen, die vergessen wurden, wieder bekannter zu machen – Personen, die in den Geschichtsbüchern nicht vorkommen.

Woher kommt der Name Des Simones?

Der kommt von unserer ersten Kollektion, in der wir Simone Veil (französische Politikerin, Anm.) und Simone de Beauvoir dargestellt haben. Wir fanden es lustig, dass es zwei wichtige Frauen gab, die beide „Simone“ hießen. Für uns ist eine Simone eine Frau, der es an Repräsentation mangelt, aber die für die Geschichte wichtig ist, die wichtig ist aufgrund dessen, was sie gemacht hat und die es verdient, dargestellt zu werden. Die Simonen, die wir bisher hatten, sind die Künstlerin Louise Bourgeois, die Bildungsaktivistin Malala Yousafzai und die Sängerin Nina Simone. Momentan denken wir über eine neue Kollektion nach. Es gibt natürlich immer ein Problem mit Menschen, die man als Idol betrachtet: Simone Veil zum Beispiel hat sich gegen die Ehe für alle, d.h. die gleichgeschlechtliche Ehe in Frankreich, ausgesprochen. Es ist kompliziert, perfekte Held_innen zu haben. C’est la vie.

Sprechen wir doch über eine der beiden Simonen: Simone de Beauvoir. Wie bist du auf sie aufmerksam geworden?

Ich habe zuerst die Memoiren einer Tochter aus gutem Hause gelesen – damit habe ich angefangen. Vorher kannte ich Beauvoir nur aufgrund ihrer Beziehung zu Jean-Paul Sartre. Danach habe ich Das andere Geschlecht gelesen.

Was denkst du: Ist Simone de Beauvoir heute noch wichtig für den Feminismus in Frankreich?

In Frankreich, wie auch in Spanien oder woanders, bleibt Simone de Beauvoir die Mutter des Feminismus. Auch wenn viele sie gar nicht gelesen haben, sie bleibt ein ziemlich wichtiger Name für Feministinnen. Und es gibt diesen Satz, den alle ständig zitieren: „Man wird nicht als Frau geboren, man wird es“ – der ist mittlerweile echt Mainstream geworden. Insgesamt wissen alle Feminist_innen, dass Simone de Beauvoir jemand wichtiges ist und man kennt diesen Satz.

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Eines der Ziele eurer Gruppe ist die Darstellung von Frauen oder Gesichtern des Feminismus. Hat Simone de Beauvoir in Frankreich ein bisschen Hilfe nötig, um heute anerkannt zu werden?

Absolut. Im Philosophieunterricht zum Beispiel spricht man nicht von Simone de Beauvoir. Sie gilt nicht als jemand, der neue, revolutionäre Ideen beigetragen hat, der Teil einer wichtigen Bewegung war: des Feminismus. Aber ich glaube, das ist ein generelles Problem, wenn es um die Darstellung von Simone de Beauvoir geht: Der Feminismus gilt als ein Sonder-Thema, und beispielsweise nicht als eine philosophische Strömung. Es gibt eine kleine antifeministische Lobby in Frankreich. Und natürlich gibt es auch viele Frauen, die sich selbst nicht als Feministinnen betrachten: „Nein, ich bin nicht Feministin, ich mag Männer“, und so weiter. Man versucht, den Begriff „Feminismus“ zu dämonisieren.

In Deutschland ist es ähnlich. Gibt es heute französische Feminist_innen, die du magst, die dich inspirieren?

Ich mag Océane Rose Marie gerne, das ist eine lesbische Komikerin. Ich bin durch ihre Show La lesbienne invisible (dt. Die unsichtbare Lesbe) auf sie aufmerksam geworden. Jetzt analysiert sie, wie Feminismus inklusiv sein kann, wie man zum Beispiel gegen die Islamophobie kämpfen kann. Sie kämpft auch gegen den white feminism: Océane Rose Marie ist weiß, aber sie redet eben auch über das Privileg, weiß zu sein. Es ist interessant, diesen Diskurs in Frankreich zu haben, der außerhalb akademischer und aktivistischer Kreise nicht existiert. Also, ich finde sie genial – und ich glaube, sie datet das Mädel von Christine and the Queens (lacht).

Fotos: (c) Des Simones

Paris, je t’aime: Städtetrip mit Simone de Beauvoir #1

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(c) Julia Korbik

Paris: die Stadt der Liebe… und die Stadt der Simone de Beauvoir. Heute: Das Geburtshaus auf dem Boulevard du Montparnasse.

Was: Geburtshaus

Wo: Boulevard du Montparnasse 103

Hier wurde Simone Ernestine Lucie Marie Bertrand de Beauvoir am 9. Januar 1908 um vier Uhr morgens geboren. In ihren Memoiren schreibt Beauvoir:

„Aus meinen ersten Jahren finde ich in mir nur noch einen unbestimmten Eindruck von etwas, das rot, schwarz und warm ist. Die Wohnung war rot, und rot auch der Moquetteteppich, das Renaissance-Speisezimmer, die gepresste Seide, die die Glastüren verkleidete, sowie die Plüschvorhänge in Papas Arbeitszimmer.“

Die Wohnung der Familie Beauvoir befand sich über dem Café La Rotonde, gegenüber vom Le Dôme.